Patienteninformationen zur MRT

Die Magnetresonanztomographie (MRT) oder auch Kernspintomographie ist eine Schichtuntersuchung des Körpers. Im Gegensatz zur Computertomographie kommen dabei keine Röntgenstrahlen zur Anwendung, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen.

Sie liegen während der Untersuchung auf einer bequemen Untersuchungsliege im Magneten, der am Kopf- und Fußende offen ist, ausreichend belüftet und beleuchtet ist. Das Praxispersonal hat Sie während der gesamten Untersuchung im Blick, zusätzlich erhalten Sie für alle Fälle eine Notfallklingel, über die sie sich bemerkbar machen können. Das Gerät ist auch mit einer Gegensprechanlage ausgerüstet, so dass eine Kommunikation mit dem Praxispersonal möglich ist. 

Während der Untersuchung sind laute Klopfgeräusche zu hören, was völlig normal ist. Sie bekommen deshalb einen Gehörschutz von uns. Wichtig ist, dass Sie während der gesamten Untersuchung, die je nach Fragestellung ca. zwischen 15 und 30 Minuten dauert, ruhig liegen, da es sonst zu Verwackelungen in den Bildern kommt, die unter Umständen die Beurteilbarkeit herabsetzen.

Sehr häufig ist zur genaueren Beurteilung die Anwendung eines Kontrastmittels nötig. Die von uns verwendeten Kontrastmittel sind sehr gut verträglich und enthalten kein Jod, weshalb Sie auch für Patienten mit einer bekannten Allergie auf Röntgenkontrastmittel bzw. Jod verwendet werden können. Wir werden die Kontrastmittel nicht anwenden, wenn bei Ihnen eine Schwangerschaft besteht oder eine hochgradige Einschränkung der Nierenfunktion bekannt ist. Das Kontrastmittel wird über die Nieren wieder ausgeschieden.

Wie jedes Medikament können jedoch auch bei MRT-Kontrastmitteln trotz größter Sorgfalt unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Vereinzelt kann es zu leichten allergischen Reaktionen wie Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz oder Hautausschlag kommen. In der Regel bedürfen diese keiner weiteren Behandlung und bilden sich rasch zurück. Extrem selten können schwerwiegende allergische Reaktionen wie Schleimhautschwellungen im Kehlkopf, ein Kreislaufkollaps oder Atemstörungen auftreten. Auf diese Reaktionen sind wir vorbereitet und können im Notfall sofort eingreifen. In der Regel treten allergische Reaktionen zeitnah zur Untersuchung auf; es gibt aber auch sogenannte Spätreaktionen, die sich zum Beispiel erst am nächsten Tag zeigen. In solchen Fällen können Sie uns gerne erneut kontaktieren, oder Sie suchen Ihren Hausarzt auf. 

Nach der Untersuchung werden die Aufnahmen dem Arzt zur Befundung übergeben. Dieser bespricht mit Ihnen im Anschluss an die Untersuchung das Ergebnis und übermittelt ihrem überweisenden Arzt zeitnah den schriftlichen Befund.